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11-01-2022

Hochwasserschutz in Deutschland

Geschrieben von Karst Beens

Wir haben im letzten Jahr schon kurz erzählt wie die Niederlande sich vor Hochwasser schützen. Anlass dafür, waren die Überschwemmungen, die nicht nur Deutschland trafen. Alle Informationen dazu, könnt ihr auch hier nochmal nach lesen.

Aber gerade im Rückblick auf das letzte Jahr und die Ereignisse, wollten wir auch den Hochwasserschutz in Deutschland genauer beleuchten. Die Ereignisse, haben uns aber auch deutlich gemacht, dass wir mit unseren Drohnen auch unseren Teil beitragen wollen. Wie wir uns das vorstellen, könnt ihr dann nächste Woche lesen. Als erstes wollen wir kurz erklären, was überhaupt im Juli 2021 passiert ist. Danach gucken wir uns den Hochwasserschutz in Deutschland genauer an.

Was ist im Juli 2021 passiert?

Im Juli 2021, ist Stark- und Dauerregen in den Regionen Rheinland-Pfalz und NRW ausgebrochen. Dadurch entstand mehr Wasser, als die Flüsse halten können. Vor allem das Arthal, Rheinland-Pfalz, war betroffen. Um zu zeigen, wie schnell alles passierte zeigen wir , wie sich die Situation im Arthal verändert hat. Der WDR (westdeutscher Rundfunk) hat sogar eine stündliche Zusammenfassung der Ereignisse entwickelt.

Mittwoch morgens hat die Regierung schon vor starken Unwettern, bestehend aus Stark- und Dauerregen, gewarnt. Auch die Hochwasserzentralen wurden direkt informiert. Und schon gegen 11 Uhr, rief Rheinland-Pfalz für einige Gebiete die zweithöchste Risikostufe, rot,  aus.

Um 17 Uhr, rief dann das Landesumweltamt, die Höchstriskostufe, violett, aus. Daraufhin, bildete sich der ‚Krisenstab‘, um die Notsituation zu diskutieren. Als Krisenstab wird eine Sitzung von Sachverständigen genannt, in der die Behebung einer Notlage dikussiert wird.

Um 19.30, hat das Hochwassser von 2021, schon den Pegel vom Hochwasser 2016 übertroffen. Auch das Landesumweltamt, passt seine Pegelprognose weiter an.

Um 21 Uhr, konnte der Wasserstand, von fast 6 Meter, zum letztem Mal gemessen werden. Zunächst wurde angenommen, dass dies an einem Stromausfall liegt. Später stellte sich heraus, dass das Haus, an dem das Messgerät befestigt war, weggeschwemmt wurde.

Der Regen hielt noch die ganze Nacht an. Auf der Abbildung sieht man, wie der Wasserpegel in einer Nacht gestiegen ist.

Landesamt sah den Pegelstand von sieben Metern um 20 Uhr voraus – Evakuierungsaufruf erfolgte um 23.09 Uhr - Rheinland-Pfalz - Rhein-Zeitung

Die Auswirkungen, wurden jedoch erst am nächsten Tag klar. Schon morgens wurden 1.300 Menschen vermisst.

Arthal nach den Überschwemmungen:

Hochwasser im Ahrtal: Warum kam die Warnung so spät? | tagesschau.de

Hochwasserschutz in Deutschland

Viele Fragen sich immernoch, warum so spät vor den Wassermengen gewarnt wurde. Das können wir leider auch nicht beantworten. Trotzdem haben wir uns gefragt, wie der Hochwasserschutz in Deutschland funktioniert und ob wir vielleicht auch dazu beitragen können.

Der Hochwasserschutz, ist in Deutschland aber nicht allgemein reguliert, sondern kann von jedem Bundesland selbst bestimmt werden. Es gibt aber auch Pläne, die über das Bundesland hinausgehen. Ein Beispiel sind die Hochwasserrisikomanagement-Pläne für das Einzugsgebiet am Rhein. Diese gelten für verschiedene Bundesländer am Rhein, aber auch international.

Die allgemeinen Ziele des Hochwassermanagments sind folgende (Quelle: IKRS, 2014)

Bericht zur Koordinierung der Hochwasserrisikomanagementplanung - PDF Kostenfreier Download

Vermeidung: Um weitere Katastrophen zu vermeiden, wird besonders darauf geachtet, dass keine Gebäude in Risikogebieten errichtet werden. Zudem werden schon errichtete Gebäude in diesen Gebieten auf die Umstände angepasst. Der letzte Punkt ist die Förderung geeigneter Landnutzung. Hierbei ist zum Beispiel, die Art der Befplanzung in den Risikogebieten zu beachten. Große Pflanzen verhindern, dass das Wasser ablaufen kann und kann zu Anstauungen führen.

Schutz: Der Schutz soll dafür sorgen, dass sich das Hochwasser in bestimmen Regionen reduziert. Dieser Schutz kann baulich oder nicht baulich vorgenommen werden. Die bekanntesten Beispile des Hochwasserschutzes sind Dämme, Mauern. Es gibt aber auch auch Hochwasserrückhaltebecken, um die Hochwasserwelle zu dämpfen. Dafür werden die überflüssigen Zuflüsse zwischengespeichert und langsam wieder abgegeben. Weitere Baumaßnahmen sind aber auch Talsperren, die ähnlich aufgebaut sind wie Hochwasserrückhaltebecken aber auch zur Trinkwasserversorgung benutzt werden können.

Vorsorge: Die Vorsorge bezieht sich, vorallem auf die Benachrichtigung der Bevölkerung. Es geht in erster Instanz darum, dass Menschen in betroffenen Situationen über die Risiken und richtigen Verhaltensweisen informiert werden.

Natürlich können wir nicht in all diesen Bereichen helfen. Und wir wollen uns auch nicht anmaßen zu sagen, dass wir große Katastrophen wie im Juli verhindern können. Trotzdem, hat es uns zum Denken angeregt und wir finden, dass selbst kleine Hilfen wichtig sind, vor allem da Hochwasser immer wieder und öfter auftreten wird. Wie wir unseren Teil dazu beitragen wollen und wie Sie als privat Person mit helfen können, können Sie nächste Woche in unserem Blog lesen.

 

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