Unterwasserdrohne als Partner bei Search & Rescue

14-09-2026

Sobald die Meldung eingeht, dass jemand ins Wasser geraten ist, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Rettungskräfte müssen schnell handeln, aber gleichzeitig auch sicher arbeiten. Unter Wasser sind die Bedingungen oft alles andere als ideal. Die Sicht ist eingeschränkt, die Strömung kann tückisch sein und die Umgebung ist meist unbekannt. Genau aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Sicherheitsregionen dafür, eine Unterwasserdrohne zur Unterstützung ihrer Tauchteams und Search & Rescue-Einsätze einzusetzen.

Die Sicherheitsregion Rotterdam-Rijnmond und die Sicherheitsregion Zuid-Holland Zuid gehören zu den Organisationen, die diese Technologie mittlerweile nutzen, um Such- und Rettungsaktionen sicherer und effizienter durchzuführen.

Die Realität einer Suchaktion unter Wasser
Für Außenstehende erscheint die Search und Rescue unter Wasser manchmal relativ einfach: Ein Taucher geht ins Wasser und beginnt mit der Suche. In der Praxis ist dies jedoch eine der anspruchsvollsten Disziplinen im Rettungswesen. In vielen niederländischen Gewässern beträgt die Sicht unter Wasser oft nicht mehr als ein bis zwei Meter. Taucher müssen sich daher größtenteils auf ihre Ausbildung, Erfahrung und ihr Gespür verlassen.

Das birgt Risiken. Unter Wasser können sich Hindernisse wie Kabel, Äste, Wrackteile, Stege oder andere Konstruktionen befinden, in denen sich ein Taucher verfangen kann. Zudem wissen die Rettungskräfte im Vorfeld bei weitem nicht immer, wie die Situation unter der Oberfläche aussieht. Jeder Einsatz beginnt daher mit einem gewissen Maß an Unsicherheit.

Innerhalb der Feuerwehr gilt daher ein wichtiger Grundsatz: Risiken so weit wie möglich zu minimieren, ohne dabei die Qualität der Hilfeleistung aus den Augen zu verlieren. Technologie kann dabei eine wichtige Rolle spielen.

Erst schauen, dann tauchen
Bei H2O Drones betrachten wir eine Unterwasserdrohne nicht als Ersatz für einen Feuerwehrtaucher bei Search- und Rescue-aktionen, sondern als ein zusätzliches Paar Augen unter Wasser. Wo ein Taucher unmittelbar den Bedingungen ausgesetzt ist, kann ein ROV (Remotely Operated Vehicle) zunächst die Umgebung erkunden, ohne dass Menschen einem Risiko ausgesetzt werden.

Bei einem Search & Rescue-mission hat das ROV den Standort ausfindig gemacht und führt den Taucher dorthin

Dies liefert Einsatzleitern und Tauchkoordinatoren wertvolle Informationen. Noch bevor ein Taucher ins Wasser steigt, lässt sich feststellen, wie das Suchgebiet aussieht, welche Hindernisse vorhanden sind und wo sich mögliche kritische Stellen befinden. Dadurch können Taucher viel gezielter eingesetzt werden, und die Sicherheit des Einsatzes wird erheblich erhöht.

Gerade bei Such- und Rettungsaktionen, bei denen Schnelligkeit entscheidend ist, kann diese Vorgehensweise viel Zeit sparen. Es muss weniger auf der Grundlage von Annahmen gearbeitet werden, und die Wahrscheinlichkeit von Überraschungen unter Wasser sinkt.

Sonar sieht, was Menschen nicht sehen können
Die wahre Stärke moderner Unterwasserdrohnen liegt nicht nur in der Kamera, sondern vor allem im Sonar. Während Kameras auf Sicht und Beleuchtung angewiesen sind, nutzt Sonar Schallwellen, um Objekte und Strukturen sichtbar zu machen. Dadurch funktioniert das System auch in dunklem, trübem oder schlammigem Wasser weiterhin effektiv.

Deep Trekker Inc., Hersteller der Unterwasserdrohnen, die H2O Drones liefert, beschreibt sonarbasierte ROVs als eines der wertvollsten Hilfsmittel für Such- und Bergungsaktionen bei schlechter Sicht. In Situationen, in denen ein Taucher kaum seine eigene Hand sehen kann, kann Sonar dennoch ein klares Bild davon liefern, was sich Dutzende Meter entfernt befindet.

Menschen sind unter Wasser mit Sonar gut zu erkennen, unabhängig von der Wasserqualität

Dadurch lassen sich potenzielle Fundorte von Opfern oder Gegenständen schneller identifizieren. In vielen Fällen muss ein Tauchteam daher nicht mehr ein großes Gebiet systematisch absuchen, sondern kann den Einsatz auf eine viel kleinere und besser abgegrenzte Zone konzentrieren.

Sicherheitsregion Rotterdam-Rijnmond als Vorreiter
Eine der ersten Sicherheitsregionen in den Niederlanden, die die Vorteile von Unterwasserdrohnen erkannte, war die Sicherheitsregion Rotterdam-Rijnmond. Bei einer Vorführung von H2O Drones wurde deutlich, wie ein Deep Trekker REVOLUTION ROV die Arbeit von Feuerwehrtauchern bei Suchaktionen nach Personen, die ins Wasser geraten sind, unterstützen kann.

Projektleiter Rick Koedoot, der am Beschaffungsprozess beteiligt war, betonte damals, dass es nicht das Ziel sei, Taucher zu ersetzen. Die Technologie wurde vielmehr angeschafft, um ihnen sichereres Arbeiten zu ermöglichen. Laut Koedoot bleibt das Tauchen eine risikoreiche Aufgabe, und es muss alles getan werden, um diese Risiken zu minimieren. Die Unterwasserdrohne hilft dabei, indem sie im Vorfeld einen Einblick in die Unterwasserbedingungen gewährt. Diese Entwicklung fügt sich gut in die allgemeine Digitalisierung innerhalb der Feuerwehr ein.

Auch Zuid-Holland Zuid setzt auf Innovation
Auch die Sicherheitsregion Zuid-Holland Zuid erkannte den Mehrwert von Unterwasserdrohnen für ihre Feuerwehr-Tauchteams. Die Region investierte in ein Deep Trekker REVOLUTION ROV mit dem vorrangigen Ziel, die Sicherheit bei Suchaktionen nach Ertrinkenden und versunkenen Objekten zu erhöhen.

In dieser Sicherheitsregion spielen wasserbezogene Vorfälle eine wichtige Rolle. Das Einsatzgebiet umfasst mehrere große Flüsse, stark befahrene Wasserstraßen und ausgedehnte Gewässer. Das macht einen schnellen und sicheren Einsatz von Suchkapazitäten besonders wichtig.

Durch den Einsatz einer Unterwasserdrohne mit Sonar erhält das Team schneller einen Überblick über die Situation. Dadurch können Taucher besser vorbereitet an ihren Einsatz gehen, und die Effizienz der gesamten Operation steigt.

Technologie, die Leben retten kann
Die Rolle von Unterwasserdrohnen im Bereich Search & Rescue wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Moderne Systeme von Deep Trekker kombinieren die neuesten Kameras mit modernster Sonartechnik, sodass Bediener selbst unter schwierigen Bedingungen ein detailliertes Bild der Unterwasserumgebung erstellen können.

Für Rettungsdienste bedeutet dies vor allem, dass Entscheidungen auf der Grundlage aktueller Informationen statt auf der Grundlage von Annahmen getroffen werden können. Das erhöht nicht nur die Chancen auf einen erfolgreichen Such- und Rettungseinsatz, sondern verringert auch die Risiken für die Menschen, die täglich ihre eigene Sicherheit aufs Spiel setzen, um anderen zu helfen.

Wir bei H2O Drones sind davon überzeugt, dass Innovation erst dann wirklich einen Mehrwert schafft, wenn sie Menschen in kritischen Situationen unterstützt. Die Erfahrungen der Sicherheitsregionen Rotterdam-Rijnmond und Zuid-Holland Zuid zeigen, dass Unterwasserdrohnen mittlerweile weit mehr sind als nur eine technologische Innovation. Sie haben sich zu einem wertvollen Hilfsmittel entwickelt, mit dem Feuerwehrtaucher ihre Arbeit schneller, effektiver und vor allem sicherer ausführen können.

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